Info Musikgarten

Inhalte eines Mini-Mitmach-Konzertes nach dem Musikgarten-Konzept
mit unserer Anke Löwenherz:

Stimmbildung

Die Sprache der Musik basiert auf rhythmischen und melodischen Motiven. Das Kind kann sein musikalisches „Vokabular" am leichtesten aufbauen, wenn es rhythmische und melodische Motive einzeln hört.

Rhythmische Echospiele („ba, ba") und melodische Echospiele („bam, bam") werden in jeder Stunde durchgenommen. Diese Echospiele ermöglichen dem Kind, kurze, erfassbare Motive aufzunehmen und mit der Zeit zu wiederholen. Allmählich hört das Kind auf seine eigene Stimme und lernt sie besser und kritischer kennen.

Bewusstes Hören

Musik ist Klang. Die musikalische Umwelt ist eine klingende Umwelt, in der das Kind ständig zuhört und zuschaut. Ein Zuviel an Musik (ständiges „Radiogedudel", ständig laufender Fernseher, Autoverkehr auf der Straße) bewirkt allerdings das Gegenteil: das Kind hört weg. In unserer Zeit müssen wir feststellen, dass die Umwelt von viel zu vielen Klängen, beständig von Geräuschen, erfüllt ist. Unsere Kinder brauchen deshalb zunehmend Anleitung, um auf einen Klang bewusst zu hören und um Klänge zu identifizieren und zu unterscheiden. Wenn wir dem Kind zum aktiven Zuhören verhelfen, ist der Weg zum Lernen freigegeben.

Wortschatzentwicklung

Die grundsätzliche Bedeutung von Begriffen lernen Kinder durch spielerische Bewegung, mit der sie dann später das Verständnis des entsprechenden Wortes verknüpfen. Das Kind erlebt zunächst die Begriffe mit dem ganzen Körper und speichert hier bis sein Sprachgebrauch so weit gediehen ist, dass die Verknüpfung Begriff-Wort offenbar wird. Es speichert also Eindrücke, von denen es noch lange zehrt.

Wiederholungen

Während das Kind das Sprechen lernt, beobachten wir verschiedene Entwicklungsstadien: das Experimentieren mit der Stimme, das erste Wort, den ersten Satz, das wachsende Vokabular. Eine ähnliche Entwicklung können wir auch mit der Fähigkeit zum Singen beobachten. Sie beginnt ebenso wenig mit einem ganzen Lied. Auch sie fängt mit Bruchstücken an, die allmählich verschmelzen.

Kinder lernen Lieder durch Hören. Wenn sie ein Lied oft genug gehört haben, werden sie auch Teile davon singen. Deshalb kann nicht oft genug die Wichtigkeit des Wiederholens betont werden.

Grundschlag

Empfindung für den Grundschlag, den stetigen Puls im Musikstück, und für das Metrum ist der Ausgangspunkt für das gemeinsame Musizieren. Wir müssen also dem Kind helfen, sich des Grundschlages bewusst zu werden; ein Akt, der auch eine wichtige Phase in der Entwicklung des motorischen Könnens des Kindes darstellt.

Häufig kann der Erwachsene den Grundschlag dadurch fühlbar machen, dass er entweder auf die Knie, Fußsohlen usw. des Kindes tippt oder sein Kind beim Kniereiten, Wiegen und Schaukeln entsprechend mitbewegt. Das Kind soll auch viele Gelegenheiten haben, selbst zu versuchen, den Grundschlag mitzuempfinden. Durch Nachahmung der Erwachsenen bewegt es seinen Körper zum Grundschlag oder es spielt ihn auf einfachen Instrumenten, wie z.B. Klanghölzern, Glöckchen oder Trommeln.

Die Grundschlagübungen werden für den ganzen Körper geboten. Gerade in der heutigen Zeit, in der wir viel mehr sitzen als früher, müssen wir das Sich-Bewegen fördern. Daher sind gerade Hüpfen und Springen, Laufen und Marschieren, Kriechen und Krabbeln so wichtig.

Kniereiten beispielsweise ist ein musikalisches Spiel, in dem das Kind im ganzen Körper die Regelmäßigkeit des Grundschlages in Verbindung mit dem Rhythmus der Sprache spürt. Kleinkinder bevorzugen Kniereiten, weil sie spüren, dass der Erwachsene sich eindringlich mit ihnen beschäftigt. Beim Kniereiten schauen sich beide in die Augen, halten sich gegenseitig die Hände und erfreuen sich zusammen am Spiel.

Finger- und andere Spiele zur Körpererfahrung

Seinen eigenen Körper kennen zu lernen und die verschiedenen Körperteile zu erkennen, abzutasten und zu nennen, sind für lange Zeit ein wichtiges und zentrales Spiel- und Experimentierfeld für das Kleinkind. Fingerspiele lenken die Aufmerksamkeit des Kindes auf kleine, feinmotorische Bewegungen; sie ermuntern das Kind, sich mit seinen Fingern zu beschäftigen und damit seine Fähigkeiten zu erweitern. Das Kind erkundet mit seinen Fingern seine Körperteile, benennt sie und fördert dadurch die Feinmotorik der Hände. In den Vorschuljahren wird sich das Kind zunehmend mit der Kontrolle dieser feinmotorischen Bewegungen befassen. Fingerspiele helfen ihm, sind ohne Aufwand möglich und machen dazu allen Beteiligten viel Spaß. Der Erwachsene gibt das Vorbild; das Kind schaut die Bewegungen ab und ahmt sie dann nach.

Bewegung

Bewegung ist die Grundlage des kindlichen Lernens. Kinder reagieren von Natur aus auf einfache rhythmische Lieder und Sprechverse mit Bewegung: sie ist ihre erste Reaktion. Bewegung bereitet dem Kleinkind Freude und ist dazu noch eine Aufforderung. Sie gibt ihm Energie, ermöglicht die Integration der sensomotorischen Erfahrungen und ist unabdingbare Voraussetzung zum Verständnis des Raum- und Zeitbegriffs und der Begriffsbildung (Entwicklung des Wortschatzes) überhaupt.

Die tiefwirkenden Zusammenhänge zwischen Bewegung und Lernen – Bewegung und Musik – müssen als das zentrale Element im Musikerleben des Kleinkindes betrachtet werden.

Fortbewegung, Raumorientierung

Möglichkeiten, den ganzen Körper zu bewegen, sind für das wachsende Kind sehr wichtig. Jede Bewegungsart, sei es Kriechen, Krabbeln, Laufen oder Gehen, bringt eine spezielle Körperhaltung, eine andere Geschwindigkeit mit sich; durch Musik wird das Kind dazu angeregt, mit dieser Bewegungsart spielerisch zu experimentieren. Die Kinder lernen, sich sicherer zu bewegen, Richtungen zu verstehen (auf, unter, seitwärts...) und gewinnen Rhythmus, Fluss und Flexibilität im Gebrauch des Gleichgewichts.

Freie Plätze bitte unter 0152/34500418 (SMS/WhatsApp) nachfragen; Einstieg jederzeit möglich.

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